Fleißige Bienen im Luthergarten

 

Anfang Mai wurde es endlich warm und seither ist reges Treiben vor den Bienenstöcken im Luthergarten!

Seit 2 Jahren stehen meine Bienenvölker im Luthergarten und es ist für diese Insekten ein wahres Paradies.

Das Blütenangebot ist vielfältig, sowohl im Garten als auch auf dem angrenzenden Friedhof bis hin zum Schulgarten und Volkspark.

Auch Wildbienen und Schmetterlinge erfreuen sich an der Vielfalt. Diese Tiere sind noch viel mehr als die Honigbienen auf eine artenreiche Pflanzenwelt angewiesen, denn sie haben keinen Imker, der zur Not mit Futter aushilft.

 

 

Jetzt im Frühjahr werden die Bienenvölker stark wachsen, eine Bienenkönigen kann bis zu 2000 Eier am Tag legen.

Das entspricht ihrem Körpergewicht und würde bei einem Menschen bedeuten, dass er bzw. in diesem Falle sie 15 bis 20 Babys pro Tag bekäme!

Die Arbeiterinnen fliegen mehrfach pro Tag aus und sammeln Nektar und Pollen. Nachdem es während der Kirschblüte zu kalt für die Bienen war, darf ich jetzt doch noch auf Honigertrag hoffen.

Wussten Sie, dass die Bienen für ein einziges 500g Glas Honig die Strecke von 3 Mal um den Äquator zurücklegen?

Wenn man bedenkt, was für eine winzige Menge (30mg) Nektar so eine Arbeiterin pro Flug mitbringt, dem anschließend noch der größte Teil an Wasser entzogen wird, hat man größten Respekt vor diesem Bienenprodukt.

 

Im Frühjahr und Sommer besuchen mich regelmäßig Kitas und manchmal auch Schulklassen am Bienenstand. Als Umweltpädagogin führe ich die Kinder in die Welt der Insektenstaaten ein,

der Höhepunkt ist immer das Öffnen eines Bienenvolkes (selbstverständlich in Schutzkleidung!). Es ist schon sehr beeindruckend, wenn man das organisierte Gewimmel von vielen Tausend Bienen auf den Waben betrachten kann.

 

 

Um den Kindern die Welt der Honigbienen noch besser näher zu bringen, hat die Baumpflegefirma Thomsen freundlicherweise einen hohlen Baumstamm gespendet.

Dieser wird nun mit einem Sichtfenster versehen. Anschließend soll ein Bienenscharm einziehen, den man dann hinter Glas beobachten kann.

Überhaupt ist jetzt die Zeit der Bienenschwärme.

Wenn ein Volk besonders groß geworden ist, teilt sich das Bienenvolk und die Königin verlässt mit einem Teil ihrer Töchter die Behausung. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, wenn sich so eine Wolke bildet und der Scharm sich dann meist an einem Ast als Traube niederlässt.

Falls Sie das in Ihrer Umgebung beobachten sollten, bleiben Sie ruhig, der Schwarm interessiert sich nicht für Menschen. Die Bienen suchen ein neues Zuhause und haben ganz andere Sorgen!

Rufen Sie einen Imker an, es findet sich immer einer, der gerade Zeit hat, den Scharm zu fangen und ihm eine Unterkunft zu bieten.

 

 

 

Wenn Sie Fragen zu den Bienen, den Angeboten oder zu Bienenschwarmsichtugen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Tel.: 0176 49 59 49 40 oder über www.wabenwissen.de

 

Ihre Imkerin Elena Chmielewski