Inhaltsverzeichnis

  1.  Rahmenbedingungen
  2.  Leitbild
  3.  Rechte der Kinder
  4.  Aufnahme-Finanzierung
  5.  Personal
  6.  Mit Gott groß werden – ein Teil der Gemeinde sein
  7.  Qualitätsentwicklung
  8.  Beobachten und Dokumentieren
  9.  Bildungsangebote
  10.  Partizipation
  11.  Inklusion
  12.  Sprachförderung
  13.  Eingewöhnung
  14.  Krippe
  15.  Übergänge
  16.  Vorschule
  17.  Ernährung
  18.  Elternarbeit
  19.  Öffentlichkeitsarbeit
  20.  Vernetzung

 

Anhang

 Kinderschutzkonzept der Kitas der Luthergemeinde

 

In Arbeit:

Sexualpädagogisches Konzept

Umgang mit Beschwerden

Öko-Plus Konzept

 

1. Rahmenbedingungen

Unsere Wurzeln

Am 1. Juli 1894 wurde am Bahrenfelder Marktplatz die sogenannte Warteschule eingerichtet. Träger der Einrichtung war der Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz Bahrenfeld. Ab 1914 wurde dieser Kindergarten im Lutherhaus untergebracht. Während des 2. Weltkrieges blieb die Einrichtung im Lutherhaus bestehen, wurde aber vom NSV, einem der NSDAP angehörendem Verband zur Volkswohlfahrt, übernommen. Nach dem Krieg wurden täglich etwa 300 Kinder  vom Schwedischen Roten Kreuz mit Essen versorgt und der Kindergarten wurde für ein Jahr von der städtischen Vereinigung getragen.

 Am 1. Juli 1946 übernimmt die Luthergemeinde die Trägerschaft für unser Kindertagesheim.

Damals gab es bei uns 100 Kinder verteilt auf vier Gruppen und vier Mitarbeiterinnen,  sowie einer Köchin und einer Leiterin. Der Kindergarten war auch sonntags geöffnet. Die Betreuerinnen mussten die Räume selber säubern, die Wäsche waschen und wenn nötig auch nähen und flicken. Frühmorgens, vor der Öffnung, musste die Kohle zerkleinert werden, um sie dann tagsüber in den „ Kanonenöfen“ zu verheizen.

Die Kosten, 1950 waren es 25.222,04 DM, wurden damals zu 35 % von der Kirche getragen.

Inzwischen haben wir  sechs Gruppen mit über 20 Mitarbeiterinnen an zwei Standorten und einen Jahresumsatz von über 1.Million Euro.

Trägerschaft

Träger der Kindertagesstätten ist die ev. luth. Lutherkirchengemeinde in Hamburg Bahrenfeld. Die Kindertagesstätten sind ein Teil der Gemeindearbeit. Der Kirchenvorstand und der Kindertagesstätten Ausschuss beraten die Inhalte, die Struktur und die Rahmenbedingungen unserer Arbeit.

Die Gemeinde und die Kindertagesstätte gehören zum Kirchenkreis Hamburg-West Südholstein  der Nordkirche. Dachverband ist das Diakonische Werk Hamburg.

Die Kindertagesstätten sind Mitglied im Kooperationsverbund ev. Kindertagesstätten in Altona.

Lage

Unsere Kindertagesstätte in der Lutherhöhe liegt direkt am Lutherpark neben der Kirche und dem Gemeindehaus. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die A 7, von deren Lärm wir aber zum Glück, aufgrund unserer Lage, nichts hören. In unserem Haupteinzugsgebiet liegen Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Hochhäuser. Durch die unterschiedliche Struktur sind Kinder aus allen Gesellschaftsschichten in unserer Einrichtung vertreten.

Die Schulen Regerstraße und Kielkamp sind von uns aus, in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen.  

Seit dem 01.09.2008 gibt es eine zweite Kindertagesstätte in den Räumen des ehemaligen Gemeindezentrums in der Lyserstraße etwa 1.5 km von der Lutherhöhe entfernt.

Platzangebot und Öffnungszeiten

Wir bieten Plätze für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren an. Die Kinder verteilen sich auf sechs Gruppen, aufgeteilt in drei Krippengruppen und drei Elementargruppen.

Wir haben täglich von 7.00 Uhr bis 17.00 geöffnet und bieten die Betreuungsformen K 6, K 8, K 10, E 6, E 8, E 10 an.

Während drei Wochen der Hamburger Sommerferien schließen wir unsere Einrichtung, das hat für uns den Vorteil, dass wir über das Jahr gesehen mehr Personal in den Gruppen haben können, da die Hälfte unserer Urlaubstage gemeinsam genommen werden können . Zwischen Weihnachten und Neujahr bieten wir eine Notgruppe an.

Räume und Außengelände

Zu jeder unserer sechs Gruppen gehören zwei Gruppenräume und eine Garderobe.  Zusätzlich verfügen die Kindertagesstätten  über einen Raum für gruppenübergreifende Aktivitäten, sowie Elterngespräche und Mitarbeitersitzungen. Außerdem nutzen wir den Gemeindesaal und die Kirche regelmäßig. Im Gemeindehaus haben wir für die Mitarbeitenden zusätzliche eine kleine Wohnung als Rückzugs und  Arbeitsraum angemietet.

Jede Gruppe verfügt über einen eigenen Sanitärbereich, in den Krippengruppen mit Sichtmöglichkeit in den Gruppenraum. Alle Räume verfügen über Schallschutzelemente.

Die Räume sind kindgerecht eingerichtet werden ständig den Bedürfnissen angepasst.

 Das Gebäude in der Lutherhöhe wurde 1914 errichtet und hat daher insgesamt eine eigene, gemütliche Atmosphäre.

Das Außengelände ist für beide Kitas ca.1300 qm groß und liegt in der Lutherhöhe zwischen den großen Bäumen des Lutherparks.

Der große Spielplatz wurde  neu gestaltet. Wir haben ein Bewegungsgelände mit Berg, Kletterturm und Vogelnestschaukel sowie ein Wasserspielgerät zum Matschen in unserer großen Sandkiste. Ein Spielhaus wurde von einem Teil der Erlöse des Gemeindesommerfestes gebaut. Neben dem Haus befindet sich ein alter Schrebergarten, der mit Hilfe der Eltern zu einem Kindergarten-Garten umgebaut wurde. Dort haben wir unsere Beete, eine Kräuterschnecke und eine kleine Rasenfläche als Ruhezone. Für diesen Teil haben wir  einen Umweltpreis gewonnen.

Die Kita in der Lyserstraße ist Teil des ehemaligen Gemeindehauses. Alle Räume sind ebenerdig und sehr hell. Das Außengelände wurde gemeinsam mit Landschaftsgärtnern mit Elementen aus den fünf Kontinenten gestaltet. Direkt neben der Kita liegt das Familienzentrum mit dem Ekiz, genannt Campus. Dort gibt es viele zusätzliche Angebote für Familien und eine Essensausgabe.

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage unserer  Arbeit bietet das

Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG).

In dem Landesrahmenvertrag zwischen der Stadt Hamburg und den Verbänden als Interessenvertreter sind die Rechtsbeziehungen zwischen den Trägern von Kindertageseinrichtungen und der Stadt Hamburg geregelt.

Weitere Infos: https://www.hamburg.de/fachinformationen/rechtliche-grundlagen/

 

2. Leitbild

„Gott liebt alle Menschen,

 besonders die Kinder."

Wir glauben daran.

In unseren evangelischen Kindertageseinrichtungen wird dieses im Zusammensein spürbar. Kinder, Eltern und Mitarbeitende begegnen sich tolerant, ehrlich und menschlich.

Jeder ist bei uns willkommen.

Darum......

... nehmen wir jedes Kind in seiner Individualität an und unterstützen es in Wahrnehmung seiner Rechte.

... bilden wir eine Gemeinschaft, in der jeder einzelne Geborgenheit und Vertrauen erlebt.

... geben wir Kindern ausreichend Zeit und Raum, um eigene Fähigkeiten und Kräfte zu leben, zu entwickeln und diese einzusetzen.

... ermutigen wir Kinder, eine Sprache oder Ausdrucksform für ihre Ängste und ihre elementaren Fragen zu finden.

... vermitteln wir den Kindern, dass wir mit Hoffnung, Zuversicht und Mut unsere Zukunft gemeinsam gestalten wollen.

... setzen wir uns ein, wo es nicht genug Würde und Respekt vor Mensch und Natur gibt.

... leben wir den christlichen Glauben, sind Teil der Gemeinde und gestalten zusammen die christlichen Feiertage mit kindgerechten Ritualen.

… pflegen wir einen wertschätzenden Umgang untereinander der geprägt ist,  von Offenheit, Respekt und einer positiven Fehlerkultur. 

... vernetzen wir uns mit anderen Kirchengemeinden und  Einrichtungen im Stadtteil, um uns gegenseitig bei unseren Aufgaben und Ideen zu unterstützen und zu stärken.

… lernen wir aus unseren Erfahrungen und verbessern kontinuierlich die Qualität unserer Arbeit.

…. sind wir uns der hohen wirtschaftlichen Verantwortung für unsere evangelischen Kindertageseinrichtungen bewusst und setzen die Ressourcen gewissenhaft ein.

Kooperationsverbund evangelischer Kindertagesstätten in Altona

 

3. Rechte der Kinder

Sicherheit

Kinder werden überschwemmt von Angeboten unterschiedlichster Art. Spielzeug, Freizeitangebote und Medien sind im Überfluss vorhanden. Oft fehlen verlässliche Anhaltspunkte und immer wiederkehrende Situationen. 

Das Leben der Kinder ist vielmehr geprägt durch immer neuere und immer aufregendere Aktionen. Dies führt häufig zu einer Reizüberflutung. Mit den dabei entstehenden Gefühlen werden sie oft alleine gelassen, ihre Gefühle werden unterdrückt und verdrängt. Häufig kommt es zu Entwicklungsstörungen wie psychosomatischen Erkrankungen, innerer Unruhe und Unzufriedenheit.

Wir möchten den Kindern daher einen Alltag ermöglichen, der ein gesundes Maß an Anregung und Entspannung bietet. Wir haben sechs feste Gruppen für Kinder von 0 -7 Jahren.  Damit bieten wir den Kindern einen vertrauten Rahmen, der ihnen ermöglicht aus dieser Sicherheit heraus, eigene Erfahrung zu sammeln.

Jede Gruppe hat klare Regeln und einen strukturierten Tagesablauf, nicht um einzuengen, sondern um ein Gerüst zur Orientierung zu bieten.

Liebe und andere Gefühle

Kinder brauchen soziale Kontakte. Kontakte zu größeren und kleineren Kindern und zu Erwachsenen außerhalb der Familie. Soziales Verhalten erlernen, bedeutet auch Angst haben, Freude fühlen, Trauer erleben und wütend sein. Kinder benötigen Verarbeitungshilfen wie z.b. Rollenspiele, kreatives Malen, Bewegung, Gespräche und vor allem ein verstärktes Maß an Zuwendung.

Um Geborgenheit und emotionale Wärme zu erleben, sind kontinuierliche Bezugspersonen wichtig. Wir haben in jeder Gruppe zwei bis drei  pädagogische Fachkräfte, die die Kinder im Idealfall über die drei Jahre ihrer Kindergartenzeit begleiten. Durch die festen Gruppen haben die Kolleginnen die Möglichkeit, die Kinder sehr gut kennen zu lernen und können bei Streit, Aggression, Rückzug o.ä. dem Entwicklungsstand des einzelnen Kindes entsprechend angemessen reagieren. Die Kolleginnen sind in der Lage, Bedürfnisse zu erkennen und darauf einzugehen. 

Bildung

 Jedes Kind braucht Aufmerksamkeit,  Zuwendung, Anerkennung und die Möglichkeit, sich auszuprobieren, um ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln zu können.

Täglich werden bei uns Angebote zur Förderung der Kinder gemacht. Und zwar in den Bereichen:

  • Kunst und Musik - Basteln, Malen, Singen, Musizieren............
  • Mathematik - Bauen, Mengen erfassen, Zuordnung (z.B. Gabeln zu Tellern),  Zählen beim Würfeln, Puzzeln.........
  • Sprache und Schrift- Rollenspiel, Bücher lesen, Gespräche..........
  • Natur und Technik - Pflanzen aussähen und pflegen, Jahreszeiten wahrnehmen, werken, technische Geräte ausprobieren....................
  • Religion - biblische Geschichten hören, Gottesdienst erleben, beten
  • Gesundheit - Waschen, Zähneputzen, Suchtprävention, Ernährung...................
  • Gesellschaft- Einkaufen, Bus fahren, Post, Arzt, Schule und  Feuerwehr besuchen..........
  • Sport - turnen, tanzen, werfen, schwimmen, Fußball spielen...........................

 

Alle Angebote finden in allen Gruppen oder auch gruppenübergreifend statt. So hat jedes Kind die Chance, neues zu erleben und zu erlernen. Manchmal ist es effektiver, nur mit einer kleinen Gruppe von Kindern oder mit Kindern einer Altersstufe Aktionen durchzuführen.

Die Hamburger Bildungsempfehlungen dienen uns dabei als Unterstützung und Leitfaden. Seit 2018 erarbeiten wir einen Bildungsplan für den Elementarbereich. Ziel ist es innerhalb von drei Jahren 18  Projekte in allen drei Gruppen anzubieten. Die Angebote orientieren sich an den Bildungsempfehlungen und den Bedürfnissen der Kinder.

Freiheit

Kinder brauchen Freiräume, räumlich und zeitlich, um ihre Umwelt zu erforschen oder einfach nur Dinge, die sie neugierig machen, auszuprobieren. Kinder müssen selbständig Entscheidungen treffen, und lernen, Verantwortung  dafür zu übernehmen.

Deshalb gibt es jeden Tag, drinnen oder draußen, eine Zeit des Freispiels. Während dieser Zeit können Kinder ihre sozialen Kontakte und Spiele frei wählen. Auch im Gruppenprozess werden Kinder an Entscheidungen beteiligt.  Außerdem haben sie die Gelegenheit andere Kinder oder Gruppen in der Einrichtung zu besuchen.

Spaß

Ohne Lust, Spaß und Genuss ist kein Lernen möglich. Dies ist auch ein wesentlicher Grundsatz der Suchtprävention. Für uns heißt das, dass alle  genannten Aspekte der Erziehung,  Kindern im Zusammenhang mit Spiel und Spaß vermittelt werden.  Bei allen Angeboten achten wir darauf, dass nicht das fertig gestellte Produkt das Wesentliche ist, sondern die Freude an der Arbeit daran. 

Wichtig sind auch besondere Aktionen, wie Ausflüge, Feste, oder eine Übernachtung  im Kindergarten. Sie fördern das Gruppengefühl und stärken auch die Beziehungen zu den Mitarbeiterinnen.

Die Beziehungen der Kinder untereinander und die Beziehungen zu den Mitarbeiterinnen, machen pädagogisches Handeln erst möglich. Ohne eine vertrauensvolle Atmosphäre ist ein lustiger, spaßiger und genussvoller Alltag nicht denkbar.

 

4. Aufnahme und Finanzierung

Aufnahme

Aufgrund der großen Nachfrage nach Kita-Plätzen in Hamburg haben wir einen Punktekatalog für die Aufnahme entwickelt. Wir vergeben die freien  Plätze nicht mehr nach einer Warteliste, sondern vergeben Punkte für verschiedene Kriterien. Damit können wir sicherstellen, dass die Familien aus unserem direkten Einzugsgebiet bevorzugt werden. Außerdem werden Punkte für Kirchen- und Gemeindezugehörigkeit, soziale Härten, Geschwisterkinder und ausländische Familien vergeben.

Während der regelmäßig angebotenen Kitaführungen, gibt es die Möglichkeit, sich über unser Haus und unsere Arbeit ausführlich zu informieren.

Am Anfang jedes Jahres versuchen wir aufgrund einer Elternbefragung frühzeitig festzustellen wie viele freie Plätze wir haben werden. Diese vergeben wir dann sobald wie möglich, um den Familien eine möglichst große  Planungssicherheit zu bieten.

 

Finanzierung

Die Kosten der Einrichtung werden über das Kita-Gutscheinsystem abgerechnet. Die Pflegesätze setzen sich zusammen aus Personal- und Gebäudekosten, sowie Sachmittel. Zu einem großen Teil sind dies pauschalierte Beträge, die in allen Hamburger Kindertagesstätten gleich sind.

Die Gutscheine beantragen die Eltern bei der zuständigen bezirklichen Stelle für Kinderbetreuungskosten.

Die Eltern zahlen einen nach ihrem Einkommen gestaffelten Beitrag und das Amt für Jugend den Restbetrag des Pflegesatzes.

 Wenn Eltern längere Betreuungszeiten, als die auf dem Gutschein angegebenen für ihr Kind benötigen, können sie privat Betreuungsstunden dazukaufen.

Am Anfang jedes Haushaltsjahres wird ein Haushaltsplan erstellt, der die Grundlagen des Landesrahmenvertrages berücksichtigt, Sonderausgaben einplant und vom Kirchenvorstand beschlossen wird.

 

5. Personal

In unserer Kindertagesstätten sind ca. 30 Mitarbeiterinnen beschäftigt, dies variiert je nach Wochenstunden der Arbeitsverträge und der Höhe der Kinderzahl, sowie die Ausgestaltung der Gutscheine.

Qualifikationen der Kolleginnen :

Diplom Sozialpädagogin, Kindheitspädagoginnen, Erzieherinnen, Sozialpädagogische Assistentinnen,  Kinderpflegerinnen, Hauswirtschaftsleitung, Köchin, Reinigungskräfte

Die Leitung/Geschäftsführung ist von der Gruppenarbeit  freigestellt. Sie haben die Dienst- und Fachaufsicht allen Mitarbeiterinnen gegenüber.

Die Hauswirtschaftsleitung ist zuständig und weisungsbefugt für die Mitarbeiterinnen der Küche und der Reinigung.

Die Mitarbeiterinnen der verschiedenen Gruppen arbeiten im Team weitgehend gleichberechtigt.

 Für Praktikantinnen innerhalb der Ausbildung zur Erzieherin oder sozialpädagogischen Assistentinnen  bieten wir in allen Gruppen Plätze an.

 

Professionelles Selbstverständnis

Um den emotionalen Herausforderungen von Nähe und Distanz im pädagogisch-pflegerischen Umgang mit Kindern sowie in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern begegnen zu können, gehört neben Wissen und Können auch die Persönlichkeitsbildung zur pädagogischen Professionalität der Fachkräfte. Die Entwicklung einer professionellen Haltung für die Arbeit ist daher zentraler Bestandteil des Qualifikationsprofils einer Fachkraft.

Um die kontinuierliche Weiterentwicklung zu gewährleisten, finden jährlich drei Studientage zur Fortbildung des gesamten Teams statt. Darüber hinaus werden von allen Kolleginnen mindestens einmal jährlich Fortbildungsangebote außerhalb unseres Hauses wahrgenommen.

Wöchentlich findet eine Mitarbeiterbesprechung statt. Neben der Organisation der Arbeit haben die Kolleginnen hier auch Raum und Zeit für Fallbesprechungen, Reflexionen und Konzeptionsarbeit. Außerdem werden regelmäßig Kindergottesdienste, Feste und andere Aktionen, mit den Mitarbeitenden der Gemeinde geplant.

Personalentwicklungsgespräche werden alle zwei Jahre durchgeführt.

An den Studientagen ist die Kindertagesstätte geschlossen. Wir arbeiten an diesen Tagen meistens mit Referentinnen zu pädagogischen Themen wie z.B. Partizipation, Inklusion, Sprachförderung, Kinderschutz. Auch Pflichtschulungen wie der Erste-Hilfe-Kurs müssen an diesen Tagen durchgeführt werden.

Die Abstimmung von Regeln und das gemein-same Erarbeiten der konzeptionellen Themen, sowie die Reflektion und Weiterentwicklung ist uns sehr wichtig. Es gibt der einzelnen Kollegin Sicherheit, und zudem tragen gute Absprachen dazu bei, eine Atmosphäre zu schaffen in der Alle gerne arbeiten. 

 

6. Mit Gott groß werden

Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.

                                                                                          Markus 10,14.

 

Was hatten die Kinder für Vernunft, die Christus herzte? Warum heißt er sie denn zu ihm kommen und segnet sie? Wo haben sie denn solchen Glauben her, der sie zu Kindern des Himmelreichs macht? Ja eben, weil sie ohne Vernunft und närrisch, sind sie besser zum Glauben geschickt als die Alten und Vernünftigen, welchen Vernunft immer im Wege liegt, die ihren großen Kopf nicht durch die enge Tür stoßen will.                                                                                                      

                                                                                                             Martin Luther

              

Wir sind evangelische Kindertagesstätten. Das bedeutet für uns viel mehr, als dass wir in den Räumen unserer Kirchengemeinde wohnen. Wir wollen den Kindern und Eltern von unserem Glauben erzählen und ihn in unserem Alltag erleben. Christliche Werte sind die Grundlage unserer Erziehung.

Nächstenliebe, Achtung und Toleranz andern Menschen gegenüber, Achtung vor der Schöpfung, Friedfertigkeit, Hilfsbereitschaft, Vergebung, Verzeihen und Rücksichtnahme beschreiben die Ziele des sozialen Lernens.

Darüber hinaus bietet der Glaube aber auch Trost und stärkt das Selbstvertrauen, denn die Kinder erfahren, dass es jemanden gibt, der sie liebt, und dass sie nicht alleine sind. Wir möchten den Kindern einen Zugang zu unserem Glauben schaffen, jedoch ohne Zwang. Kein Kind muss an Gebeten oder Gottesdiensten teilnehmen. Alle Kinder werden aber im Alltag mit unserem Glauben in Berührung kommen. 

Anderen Religionen begegnen wir mit Respekt. Feste wie z.B. das Zuckerfest werden situativ im Alltag aufgenommen. Im Rahmen unserer Projektarbeit bieten wir den Kindern die Möglichkeit andere Religionen kennenzulernen.

Einmal im Monat feiern wir Kindergottesdienst. Diese Feier wird von unseren Pastoren, den Mitarbeiterinnen und den Kindern gestaltet. Mehrere Mitarbeiterinnen verfügen über eine theologische Zusatzausbildung.

Themen wie z.B. Streit, Freundschaft, Neuanfang, Urlaub, Alleinsein, kommen im Alltag der Kinder vor. Die biblischen Geschichten werden in den Gruppen besprochen und bearbeitet. Unser Pastor besucht regelmäßig alle Gruppen und erzählt biblische Geschichten.  Es wird zu den Themen gesungen, gebastelt, gemalt oder gespielt. Der Gottesdienst ist somit eingebettet im Leben der Kinder und nicht eine fertig vorbereitete Veranstaltung, die es zu konsumieren gilt. Außerdem  haben wir, die „Alten und Vernünftigen“, die Chance, an dem Glauben der Kinder teilzuhaben.

 

Segen aus unserem Kindergottesdienst

Gott, du bist innen und außen

und um uns herum.

Gieße Deinen guten Geist über uns aus.

Du sollst in mir wohnen

Du bist mein Haus

    Amen   

                                                                                                        

Religionspädagogik in der Krippe

Kleine Kinder „wissen“ noch nichts von einem Gott mit einem bestimmten Namen wie „Herr“, „Allah“ oder „Jahwe“. Sie kennen noch nicht die festen Rituale und die verschiedenen religiösen Feste. Aber kleine Kinder entdecken die Welt aktiv und  mit allen Sinnen. Sie schmecken, fühlen, sehen und hören was ihnen begegnet. Sie erleben zum Beispiel  Festzeiten zum ersten Mal in ihrem Leben. Sie brauchen nicht die Fülle der Weihnacht, ein leuchtender  Stern reicht zum Staunen. Auch zu Ostern brauchen sie keine Hasen, Eier und Geschichten, das staunen über das neue Leben im Frühling ist Wunder genug. So reichen für die religionspädagogische Arbeit in der Krippe einige wenige schöne Gegenstände und Symbole.

Um ihnen diese Erfahrungen zu ermöglichen ist sehr viel Beziehungsarbeit seitens der Mitarbeiterinnen nötig, damit die Kleinen sich sicher genug fühlen, um sich auf Neues einzulassen. Auch müssen  Zeit und Raum für diese Erfahrungen  im Alltag geschaffen werden. So ist es letztendlich wie auch sonst in der Pädagogik „ wenig ist oftmals mehr“.

Die bekannte ungarische Kinderärztin Emmi Pikler (1902-1984) schrieb dazu : Jede sorgsame Berührung auf dem Wickeltisch, der respektvolle Blickkontakt zum Kind, Konstanz in den Beziehungen, Ruhe im Umgang miteinander, Freiraum als Raumkonzept und weniges ausgewähltes Material zur Anregung des Lernens ermöglicht den Kleinen die beste Entwicklung.

 

Teil der Gemeinde sein

Ungefähr 100 Kinder, 200 Eltern und 30 Mitarbeiterinnen gehören zu unseren Kindertagesstätten. Viele von ihnen sind auch in anderen Teilen der Gemeindearbeit eingebunden. Wir sind keine isolierte Einrichtung für Kinder, sondern  Teil einer großen Gemeinde.

Wie sieht das in der Praxis aus?

  • Kinder, die zu uns kommen, kennen die Gemeinde schon über die Kleinkindgruppen der Gemeinde.
  • Angebote des Familienzentrums in der Lyserstraße unterstützen unsere Arbeit.
  • Eltern haben die Möglichkeit im wöchentlich stattfindenden Luthercafe, sich untereinander auszutauschen oder andere Gemeindemitglieder kennen zu lernen.
  • Im Kirchenvorstand sowie im Kindertagesstätten Ausschuss sind Eltern unserer Kinder vertreten.
  • Gottesdienste werden gemeinsam geplant und von Eltern und Kindern besucht.
  • An einem Sonntag im Monat gibt es einen Kindergottesdienst
  • Jedes Jahr wird ein großes Sommerfest von allen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern veranstaltet.

 

7. Qualitätsentwicklung

2012 haben wir als eine der ersten evangelischen Kitas in Deutschland das evangelische Gütesiegel durch eine externe Prüfungsgesellschaft verliehen bekommen. Das bedeutet, die Qualität unserer Arbeit wurde geprüft und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Zwei weitere Audits haben bestätigt, dass unsere Einrichtung kontinuierlich an Verbesserungsprozessen arbeitet.

Schwerpunkt dieses Qualitätsmanagementsystems, welches an der DIN EN ISO angelehnt ist, sind die Kernprozesse. Diese beschreiben die pädagogische Arbeit von der Aufnahme über Bildungsprozesse, Inklusion, Partizipation, Kinderschutz, beziehungsvoller Pflege bis hin zu den Übergängen innerhalb der Kita und zur Schule. In den wöchentlichen Dienstbesprechungen mit dem Kita-Team und in regelmäßigen Qualitätszirkeln mit den Leitungen des Kooperationsverbundes, werden die Prozesse regelmäßig reflektiert und überarbeitet. Die Leitung der Einrichtung hat eine Zusatzausbildung als Qualitätsmanagerin. Durch diese Arbeit sind Kompetenzteams der Kolleginnen gegründet worden, die vertiefend zu den einzelnen Bereichen arbeiten und sie in das Plenum einbringen. In den letzten Jahren entstand beispielsweise einen Bildungsplan für den Elementarbereich, eine neue Struktur der Vorschularbeit und ein Projekt zur Inklusion der Kinder aus Flüchtlingsfamilien.

Durch Führungsprozesse des Qualitätsmanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rahmenbedingungen ebenfalls kontinuierlich den wechselnden Bedingungen des Unternehmens angepasst werden. In den Führungsprozessen wird die Zusammenarbeit mit dem Träger, die Personalbeschaffung und Führung sowie die Weiterentwicklung des Systems beschrieben. Durch eine jährliche Abfrage der Zufriedenheit bei den Eltern und das Beschwerdemanagement haben wir, über die Rückmeldungen der Kinder hinaus, ein gut funktionierendes System Verbesserungspotentiale aufzuspüren und in unsere Überlegungen mit einzubeziehen.

Alle Prozesse sind im Qualitätshandbuch der Kindertagesstätten der Luthergemeinde beschrieben.

 

8. Beobachtung und Dokumentation

Die Beobachtung der Kinder und die Dokumentation, sowie die Auswertung mit Kollegen und Eltern sind eine elementare Grundlage unserer pädagogischen Arbeit.

Die Kollegen führen regelmäßig mit den Eltern ein Elterngespräch auf der Basis der Beobachtungen und Dokumentationen zur Entwicklung des Kindes. Dies geschieht in den Krippengruppen zweimal im Jahr, in den Elementargruppen einmal jährlich.

Die Verantwortung für das Dokumentieren liegt bei den pädagogischen Fachkräften.

Jede Gruppe hat die Dokumentation verschlossen, um Sie vor Dritten zu schützen.

Als standardisiertes Beobachtungsverfahren setzten wir den Beobachtungsbogen von Cornelia Schlaaf-Kischner ein. Die sogenannte Beobachtungsschnecke hat u.a. den Vorteil, dass die Entwicklung des Kindes graphisch dargestellt wird und somit auch Familien mit geringeren Deutschkenntnissen gut erklärt werden kann.

Jedes Kind ist eine eigene Persönlichkeit. Es hat unterschiedliche Talente und Kompetenzen, sein eigenes Tempo und unterschiedliche Bedürfnisse.

Es braucht ein fachkundiges Auge, Einfühlungsvermögen und gezielte Aufmerksamkeit, um die Bedarfe der einzelnen Kinder zu erkennen.

Unser Fachpersonal beobachtet deshalb regelmäßig, gezielt die einzelnen Kinder dokumentiert, wertet im Team aus und bezieht vor allem die Eltern mit ein. Unsere Erzieher und die Eltern begleiten zusammen als Partner die Entwicklung der Kinder.

Bei der Beobachtung muss folgendes beachtet werden:

Das Kind muss wissen, dass es beobachtet wird. Die Beobachtung ist kein heimlicher Vorgang, sondern offen und transparent.

Während der Beobachtung müssen die Mitarbeiterinnen genau darauf achten, zunächst nur beschreibende Notizen zu machen, keine Interpretationen. In einem zweiten Schritt nach der Beobachtung wird interpretiert und diskutiert. Dies geschieht im Gruppenteam. Jeder Beobachter ist subjektiv. Deshalb ist es wichtig, dass die Beobachtungen im Team diskutiert und gemeinsam interpretiert werden.

Dann folgt die Bewertung und Entscheidungen, ob und welche Änderungen, Angebote, oder Förderungen initiiert werden sollen.

Im Anschluss wird alles dokumentiert und in einer Mappe, die für jedes Kind angelegt wird.

Im Elterngespräch wird von der Entwicklung ihres Kindes berichtet und gemeinsam überlegt, was die Eltern zu Hause zur Entwicklung beitragen können.

Zwei Punkte sind uns hier sehr wichtig:

  1. Ein Kind hat das Recht, sich der Beobachtung zu entziehen. Meistens genießen die Kinder die Aufmerksamkeit. Möchten sie aber nicht beobachtet werden an bestimmten Tagen, wird dies selbstverständlich von uns respektiert.
  2. Die Beobachtung und Dokumentation darf nicht als Instrument der Leistungssteigerung für die einzelnen Kinder verstanden werden. Ziel ist es vielmehr, den Kindern in ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten gerecht zu werden, sie in ihrer Individualität und in ihren Fähigkeiten zu stärken und ihrer natürlichen Neugier zu entsprechen und rechtzeitig eventuellen Förderbedarf festzustellen.

 

9. Bildungsangebote

Die Kinder können bei den Bildungsangeboten ihren individuellen Weg beschreiten und werden dabei von den Mitarbeitenden unterstützt. Die Bildungsangebote fördern ein Lernen mit allen Sinnen.

Die Grundlage unserer Bildungsangebote sind die Hamburger Bildungsempfehlungen, die wir auf Dienstbesprechungen regelmäßig erörtern.

Täglich dokumentieren wir über Aushänge welche Bereiche der Bildungsempfehlungen im Tagesgeschehen umgesetzt wurden.

Religionspädagogischen Angebote fließen in die tägliche Arbeit ein und sind Schwerpunkt unserer Arbeit. Religionspädagogische Einheiten werden von den ausgebildeten Kollegen und dem Pastor der Gemeinde erarbeitet und in den Gruppen umgesetzt. In diesem Kreis findet auch die Planung der Kindergottesdienste statt.

In den Gruppen gibt es ein Raster, nachdem die umgesetzten Projekte auf die verschiedenen Bildungsbereiche überprüft werden können.

Seit 2016 wird ein Bildungsplan erarbeitet der während der drei Jahre im Elementarbereich  18 Projekte vorsieht und wie ein Lehrplan funktioniert. Alle drei Elementargruppen werden dann führen die Projekte zeitnah durch. Die Kompetenzbereiche der Bildungsbereiche sind eingearbeitet. Alle Projekte werden partizipativ von den Kindern mitgestaltet und nach der Reflexion im Team weiterentwickelt.

Studientage und Dienstbesprechungen werden für die Planung der pädagogischen Arbeit genutzt. Die Ergebnisse werden in Protokollen dokumentiert.

Es gibt einen Jahresplan für die Familien und die Kita. Dieser wird im Januar erstellt und an alle verteilt. Zusätzlich hängt er an den Informationswänden aus. Jede Gruppe besitzt einen Tischkalender, in dem alle relevanten Termine notiert sind. In jedem Gruppenraum hängt ein Geburtstagskalender.

Für die Mitarbeitenden gibt es eine Jahresübersicht über die regelmäßigen Aufgaben, Feste und Projekte, siehe zeitliche Planung.

Feste, Projekte und Angebote werden in der Dienstbesprechung ausgewertet, Verbes­serungen benannt und aufgenommen. Für viele Feste gibt es Vorlagen oder Ablaufpläne für die Vorbereitung. Diese werden bei Bedarf nach der Auswertung umgeschrieben.

Alle Kinder haben im Laufe des Tages die Möglichkeit, selbständig und selbstbestimmt zu spielen.

Die im Jahresverlauf anfallenden persönlichen, gemeinschaftlichen und religiösen Feste werden mit vorher festgelegten Abläufen gefeiert. Jede Gruppe entwickelt Rituale und Angebote für diesen Jahreskreislauf.

Die Anlässe der Kinder, werden wahr­genommen. Wenn möglich, werden diese Interessen in den Tages- oder Wochenablauf eingebaut.

Gruppenübergreifende Projekte werden im Gesamtteam erarbeitet und reflektiert.

Die Kolleginnen haben gemeinsame Vorbereitungszeiten und Teambesprechungen. Hier planen sie die Angebote, schreiben Beobachtungen, bereiten Elterngespräche vor und besprechen die Gruppensituation. Elterngespräche werden auf dem Formular Elterngespräche dokumentiert, die Planungen der Arbeit werden auf dem Teambesprechungsbogen dokumentiert.

Besondere Feste in der Familie, wie Hochzeit von Eltern, Taufe, etc. fließen in das Gruppengeschehen durch Gespräche, Fotos oder die Teilnahme ein. Wir besitzen eine Vielzahl an Bilderbüchern, mit denen wir familiäre Ereignisse sprachlich und visuell begleiten können.

 

Tagesablauf

 

 

 

Elementargruppen

Krippe

 

 

 

7.00 - 8.00

Frühdienst

 

 

 

 

8.00-9.00

Ankommen in den Gruppen/ offene Angebote

 

 

 

9.00- 9.45

Frühstück in den Gruppen

Frühstück in den Gruppen

 

Zähneputzen

 

10.00-12.00

Turnen, Spaziergänge, Buchbetrachtung

bis 11.00 Uhr

 

Malen, Singen, Biblische Geschichten erzählen

Malen, Singen, Biblische Geschichten

 

 Kleingruppenarbeit, Basteln, Einzelbetreuung

erzählen,  Basteln, Einzelbetreuung

 

Vorschule, Singen, Kindergottesdienst

Singen, zum Teil Kindergottesdienst

12.00 - 12.45

Mittagessen

11.30 Uhr Mittagessen

 

Zähneputzen

12.00  Schlafen

13.00 - 16.00

Freispiel, Bewegungsspiele draußen

 

 

die ersten Kinder werden ab 14.00 Uhr abgeholt

14.00 Aufstehen, Freispiel

16.00 - 17. 00

Spätdienst

 

 

10. Partizipation

bedeutet, dass Kinder an Entscheidungsprozessen im alltäglichen Leben teilhaben. Die Kinder werden an dem Aufstellen von Gruppenregeln beteiligt, oder entscheiden welche Aktionen und Projekte durchgeführt werden. Dabei geht es in erster Linie  darum, dass Kinder demokratische Prozesse wie Wahlen, Abstimmungen und die notwendigen Diskussionen dafür erlernen.

Partizipation findet bei uns im Alltag sowie in besonderen Projekten zu diesem Thema statt.

Wir haben während unserer Dienstbesprechungen  Rückschau gehalten, an welchen Stellen wir Partizipation schon praktizieren und in welchen Bereichen wir die Kinder noch mehr einbinden könnten.

Bei Entscheidungen, lernen die Kinder wie Kompromisse entstehen, wie Mehrheiten zustande kommen und wie ein Minderheitenschutz aussehen kann. Die Frustrationstoleranz wird geschult und es entsteht ein Bewusstsein über Hierarchien.

Regelmäßig finden Kinderkonferenzen statt, die in den Gruppen inhaltlich mit den Kindern vorbereitet werden. In den Elementargruppen werden Gruppensprecher gewählt.

 

11. Inklusion

Unser Konzept und Leitbild sowie unsere religiöse Grundhaltung  beschreibt unsere Haltung zur Inklusion. Unabhängig von der sozialen, ethischen und religiösen Grundhaltung werden Kinder in unsere Einrichtungen aufgenommen.

Wir sind uns unseren Vorurteilen bewusst und versuchen durch Kommunikation auf Augenhöhe Unterschiedlichkeiten zu besprechen und gemeinsame Lösungen zu finden.

Um die Kinder in ihren unterschiedlichen Entwicklungen fördern zu können, werden regelmäßig Beobachtung durchgeführt und dokumentiert.

In den Gruppenprozessen achten die Kolleginnen auf Ausgrenzungen und entstehende Hierarchien und wirken diesen mit geeigneten Maßnahmen entgegen. Alters-geschlechts-und entwicklungsspezifischen Unterschiedlichkeiten der Kinder, finden in der Planung der pädagogischen Arbeit Berücksichtigung.

Im Rahmen der Partizipation werden alle Kinder an den Entscheidungsprozessen beteiligt.

Regelmäßig stattfindende Elterngespräche, sowie anlassbedingte Gespräche mit den Eltern gewährleisten eine verlässliche Erziehungspartnerschaft.  Die Eltern können sich durch unsere Mitarbeiterinnen, die Therapeuten, die Erziehungs­beratung oder Frühförderstellen Unterstützung für ihre Fragen holen. Alle Beteiligten arbeiten zum Wohle des Kindes eng zusammen. Im Mitarbeiterzimmer gibt es eine Liste, in dem alle Unterstützungs- und Beratungsstellen vermerkt sind.

Unsere Kolleginnen bilden sich stets fort und sind so über aktuelle Entwicklungen informiert.

Unsere Räume sind anregungsreich, aber nicht überladend, eingerichtet. Durch viele Nebenräume können sich die Kinder nach ihren Neigungen aufteilen. Dem Bedürfnis nach Kleingruppen und Rückzugsmöglichkeiten kommen wir entgegen.

Wir beschäftigen in der Pädagogik und Hauswirtschaft Kolleginnen mit Migrations­hintergrund, die ihre kulturellen Wurzeln hier einbringen können. Auch ermöglichen wir Jugendlichen, die behindert oder von Behinderung bedroht sind, ein Praktikum in unserer Einrichtung.

Unser religiöses Profil wird durch unser Handeln und unsere Feste deutlich. Unser Haus ist für alle Menschen, egal welcher Herkunft, offen. Wir bieten unseren Glauben als Angebot dar. Besuche in der Kirche gehören in unseren Alltag.

Zurzeit können wir keine  Kinder mit anerkanntem besonderem Förderbedarf aufnehmen. Das liegt zum einen an den Räumen in der Lutherhöhe (nicht barrierefrei) und zum anderen daran, dass keine unsere Mitarbeiter eine Heilpädagogische Ausbildung hat. Trotzdem werden in unseren Kindertagesstätten Kinder mit besonderem Förderbedarf betreut. Etwa Kinder die kein Deutsch sprechen oder Kinder mit ADHS. Dieser Förderbedarf ist aber nicht offiziell anerkannt.

Im Juli 2015 haben wir eine Integrationsgruppe für Flüchtlingskinder eröffnet. Diese hatte zum Ziel die große Menge an Kindern aus Flüchtlingsfamilien, die in die benachbarte Wohnunterkunft gezogen waren, langsam in die Regelgruppen zu integrieren. Inzwischen besuchen 20 Kinder aus Flüchtlingsfamilien unsere Kita.

Die Kolleginnen haben zu dem Thema Traumapädagogik verschiedene Fortbildungen besucht um auf die besonderen Lebenslagen der Kinder eingehen zu können.

 

12. Sprachförderung

Die Kindertagesstätte legt besonderen Wert auf die Sprachförderung, da diese als Schlüsselkompetenz dient und den Zugang zu anderen Bildungsbereichen ermöglicht. Daher sind wir bestrebt, die Kinder vor Schuleintritt so zu fördern, dass jedes Kind mit möglichst ähnlichen Voraussetzungen in die Schule starten kann. Seit dem Winter 2017 sind wir Sprachkita, da wir über 25 % Kinder mit Migrationshintergrund betreuen. Für zusätzliches Personal bekommen wir dafür Gelder vom Bund und der Stadt Hamburg.

Sprachförderung findet in Kleingruppen oder integriert im Alltag statt. Die sprachliche Förderung wird als ganzheitlich betrachtet, damit partizipieren alle Kinder der Kita an den Angeboten.

Dabei betrachten wir jedes Kind in seiner Sprachentwicklung als individuell, denn die Sprachenwicklung des Kindes ist von der Herkunft, sozialen Umfeld, und der Persönlichkeit abhängig. Jedes Kind hat seine eigene Geschwindigkeit sich Sprache anzueignen. Jedes Kind bekommt in seiner Sprachentwicklung die Unterstützung und Begleitung die es von uns braucht.

Sprache entsteht mitten im Alltag. Es geht darum miteinander zu kommunizieren. Daher haben wir die alltagsintegrierte Sprachförderung in unserem Konzept integriert.                

Die Hauptaufgabe der Pädagogen, ist es für eine offene Gesprächskultur in der Einrichtung zu sorgen, die die Kinder zum Sprechen anregt und individuell an den aktuellen Interessen und Vorlieben jedes Kindes ansetzt. Die Sprachkompetenz der Pädagogen ist eine wesentliche Voraussetzung für die bewusste alltagsintegrierte sprachliche Bildung und gezielte Sprachförderung. Die Kollegen werden daher kontinuierlich durch zwei interne Sprachfachkräfte zur eigenen Sprachbildungskompetenz  geschult. Zudem gibt es regelmäßige Fortbildungen für die Mitarbeitenden und einen regelmäßigen kollegialen Austausch in der Dienstbesprechung. Ziel ist es,  alle Mitarbeitenden für die Sprachförderung zu sensibilisieren und auszubilden.

Die Förderung in Kleingruppen mit etwa 4-6 Kinder ist für uns ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes, denn aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Förderung in Kleingruppen sehr effektiv und weißt die größte Erfolgsquote in der sprachlichen Förderung aus. Die sprachliche Förderung ist im Kita-Alltag der Kinder eingebettet, indem die Themen der Kinder aufgegriffen und bearbeitet werden. 

Da Bücher ein wichtiges Medium in der sprachlichen Bildung sind, besuchen regelmäßig Kleingruppen die Bücherhalle. Außerdem gibt es wöchentlich die Möglichkeit, ein Buch aus unserer Kinderbibliothek zu entleihen.

Ein wichtiger Baustein der Sprachförderung stellt ein zusätzliches Bewegungsangebot dar. Der Zusammenhang zwischen Bewegung und Sprache nach Ruth Zimmer, ist unseren Sprachförderkräften in besonderem Maße wichtig.

Das Konzept der Sprachförderung basiert außerdem auf der Zusammenarbeit mit den Eltern, denn aus wissenschaftlichen Erkenntnissen tragen sie natürlich einen wesentlichen Beitrag zur sprachlichen Bildung ihres Kindes bei. Um Gesprächsmöglichkeiten zu initiieren, finden  Eltern-Kind Nachmittage und ein wöchentliches Eltern Café statt.

Regelmäßige Beobachtungen, Reflexionen und Entwicklungsgespräche dienen

als Grundvoraussetzung, um das Kind in seinem individuellen Sprachverhalten wahrzunehmen und die Förderung darauf abzustimmen. Der ressourcenorientierte Beobachtungsbogen von Schlaaf-Kirschner und Fege- Scholz wird in unserer Einrichtung als Instrument genutzt, die Sprachkompetenz der Kinder zu erheben.

 

13. Eingewöhnung

Unser Eingewöhnungsmodell orientiert sich an dem Berliner Eingewöhnungsmodell.

Wenn Eltern sich entschließen, ihr Kind in unsere Betreuung zu geben, muss eine doppelte Vertrauensarbeit geleistet werden.

Das Kind muss eine Bindung zur Erzieherin aufbauen, aber genauso müssen auch die Eltern Vertrauen aufbauen, zur Einrichtung und dem Betreuungspersonal insgesamt.

Wichtig für alle Beteiligten ist, dass während der Eingewöhnungsphase so viel Informationen wie möglich fließen über die Gewohnheiten und Besonderheiten des Kindes, über den Tagesablauf und die Inhalte in der Kita, über die Wünsche und Befürchtungen der Eltern.

Das erste Gespräch zur Aufnahme findet nach Möglichkeit  bei den Familien zu Hause statt. Hier bekommen unsere Mitarbeiterinnen einen guten Eindruck von der Situation und den Besonderheiten und Gepflogenheiten der Familie. Dann werden die Termine für die Eingewöhnungsphase vereinbart.

Den Eltern werden die Grundregeln der Eingewöhnungsphase und ihre Rolle dabei erklärt:

  • Die begleitende Bezugsperson übernimmt für das Kind die Rolle des sicheren Hafens: Sie ist da, spielt aber nicht mit, drängt das Kind zu nichts, sondern gibt ihm einfach Sicherheit, Raum und Zeit, sich mit der neuen Situation und den Kindern der Gruppe anzufreunden
  • Während der Eingewöhnungsphase kümmert sich nach Möglichkeit zunächst überwiegend die Bezugserzieherin um das neue Kind, möglichst zur gleichen Zeit jeden Tag.
  • Das Kind entscheidet, wie lange die Eingewöhnungsphase dauert. Manche Kinder brauchen länger als andere. Vor allem im Krippenbereich ist es sehr wichtig, dass das Kind die Zeit bekommt, die es zur Trennung und zur Vertrauensentwicklung braucht.

Die vier Phasen der Eingewöhnung sehen wie folgt aus:

  1. Grundphase: Die Bezugsperson kommt mit dem Kind für 1 Stunde in die Einrichtung. Sie bleiben 1 Stunde. Dies wiederholt sich an drei Tagen. Es wird kein Trennungsversuch unternommen.
  2. Erster Trennungsversuch: Am vierten Tag verabschiedet sich die Bezugsperson nach wenigen Minuten. Die Reaktion des Kindes entscheidet darüber, ob eine kürzere oder längere Eingewöhnungszeit eingeplant wird.
  3. Stabilisierungsphase: Wenn das Kind die Trennung gut verkraftet, bzw. sich durch die Erzieherin trösten lässt, werden die Trennungsphasen Schritt für Schritt verlängert. Die Bezugsperson bleibt für Notfälle in der Einrichtung, aber nicht in der Gruppe. Ist das Kind über die Trennung untröstlich, bleibt die Bezugsperson noch mehrere Tage mit in der Gruppe, bis wieder ein Trennungsversuch erfolgt. Die Eingewöhnungsphase verlängert sich, bis das Kinder sich von der Erzieherin trösten lässt. Das Trösten lassen ist ein wichtiges Indiz dafür, dass eine Bindung zwischen Erzieherin und Kind aufgebaut ist, eine Vertrauensbasis gelegt ist und das Kind emotional aufgefangen werden kann und sich gut aufgehoben fühlt.
  4. In der Schlussphase hält sich die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung auf, ist aber erreichbar, um in besonderen Notfällen das Kind auffangen zu können.

Dieses Eingewöhnungsmodell gibt allen, den Kindern, den Eltern und dem Personal, Zeit, sich aneinander zu gewöhnen und sich mit den Abläufen und den Besonderheiten vertraut zu machen. Die Kinder haben Zeit, sich zu trennen, evtl. Rituale für die Trennung zu entwickeln. Den Eltern ermöglicht das Modell, die Einrichtung kennen zu lernen, so dass sie wissen, was ihr Kind macht, wenn es in der Einrichtung ist.

 

14. Krippe

Die Arbeit in den Krippengruppen orientiert sich in weiten Teilen an dem bestehenden Konzept.

In jeder Gruppe arbeiten drei Pädagoginnen, damit im Krankheits- und Urlaubsfall eine kontinuierliche Betreuung durch Bezugspersonen gesichert ist.

Grundsätzlich bieten wir den Kindern alles an, was ihnen Freude und Spaß bereitet und was ihre Entwicklung unterstützt. Dabei orientiert sich unsere pädagogische Arbeit an den Erfahrungs- und Entwicklungsstand der Kinder.
Ein wichtiger Bestandteil für Krippenkinder ist hierbei die ganzheitliche Förderung durch die Sinneserfahrung. Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Tasten sind von großer Bedeutung, um sich selbst und seine Umwelt wahrzunehmen.
Wir setzen dies um zum Beispiel durch Barfußlaufen, Kneten mit Plastilin, Ballspielen, Rascheln im Herbstlaub…
Außerdem haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Materialien wie Papier, Knete, Fingerfarben, Naturmaterialien Erfahrungen zu sammeln, um somit auch ihre Motorik und Kreativität anzuregen. Durch Sprechen Singen, Fingerspiele, Bilderbücher fördern wir die Sprachentwicklung der Kinder.
Die Freude an der Musik wird durch Singen, Bewegungsspiele, Tänzen unterstützt.

Es ist uns wichtig die Persönlichkeit eines Kindes zu respektieren und behutsam mit ihm umzugehen.
Auch kleine Kinder setzen sich bereits aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre Entwicklung mit. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen des Kindes einzugehen.
Dazu ist es notwendig, das einzelne Kind gut zu beobachten. Dies geschieht auch mit unserem Beobachtungsbogen für die Krippe. Das Kind steht als Gesamtpersönlichkeit mit seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Es gilt Interessen und Bedürfnisse des Kindes zu erkennen. Seine Stärken und Schwächen ernst zu nehmen und seine eigenen Entwicklungsschritte zu unterstützen und zu begleiten. Die Eingewöhnung der Krippenkinder erfolgt nach dem Berliner Model.

Durch unsere hauseigene Küche ist es uns möglich auf die speziellen Wünsche und Vorlieben der Krippenkinder  einzugehen. Einzelabsprachen mit dem Hauswirtschaftspersonal werden nach Möglichkeit umgesetzt.

 

15. Übergänge

Neben den beschriebenen Übergängen der Eingewöhnung und der Vorschule begleiten wir die Kinder auch beim Wechsel vom Krippen zum Elementarbereich professionelle Begleitung. Sechs Wochen vor dem Wechsel wird im Team festgelegt, in welche Gruppe das Kind wechselt und den Eltern mitgeteilt. Anschließend beginnt die Übergangsphase. Zunächst besucht eine Kollegin gemeinsam mit dem Kind die Elementargruppe. Individuell wird entschieden, zu welchem Zeitpunkt das Kind dort „alleine“, d.h. ohne Bezugserzieherin bleibt. Die Zeiten werden langsam gesteigert. Das Kind hat die Möglichkeit in die Krippengruppe zurück zu kommen, z.B. zum Schlafen. Die Eltern werden zum Gespräch in die neue Gruppe eingeladen und über alle Abläufe informiert. In der Krippengruppe wird das Kind zum Schluss der Übergangsphase verabschiedet.

 

16. Vorschule

Der Besuch einer Kindertagesstätte ist die beste Vorbereitung auf die Schulzeit. Heutzutage haben die wenigsten Kinder Schwierigkeiten mit den intellektuellen Fähigkeiten. Vielmehr gibt es zunehmende Defizite im motorischen Bereich. Das heißt, dass viele Kinder zwar rechnen, lesen und schreiben können, bevor sie in die Schule kommen, aber nicht balancieren, rückwärtsgehen, hüpfen o.ä. Diese Bewegungsdefizite führen nicht selten zu einer Rechen- oder Rechtschreibschwäche. Die ständige Reizüberflutung der Kinder heute ausgesetzt sind, hat zur Folge, dass viele erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten haben. Außerdem besteht oftmals auch Mangel an Kulturellen und Gesellschaftlichen Kenntnissen.

Wir verstehen unsere Vorschularbeit daher nicht als ein Vorgreifen auf die Lerninhalte der Schule, sondern wollen vielmehr die Fähigkeiten fördern, die die Kinder zum Lernen brauchen.

Ein Jahr lang bieten wir daher gruppenübergreifend für alle Kinder, die im nächsten Jahr eingeschult werden eine Vorschulgruppe an. Da diese Gruppe altershomogen und kleiner ist, als die übrigen, haben die Kolleginnen mehr Zeit, um auf die einzelnen Kinder einzugehen. Neben Konzentrationsübungen und  besonderen Projekten zur Bildung, legen wir viel Wert auf Bewegung. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Ausflüge ins Museum, zur Feuerwehr, zur Polizei usw.

Das Vorschuljahr ist in verschiedene Projekte, die von unterschiedlichen Kolleginnen angeboten werden, gegliedert. Die Projekte finden in der Lutherhöhe und der Lyserstraße statt und sind nach den Hamburger Bildungsempfehlungen ausgerichtet. Diese Struktur erleichtert den Übergang in das System Schule.

Am Einschulungstag feiern wir morgens mit allen Kindern und den Eltern der neuen Schüler einen Einschulungsgottesdienst.

 

Vorschulplan

 

 

Thema

1

 

Umfeld/ Bahrenfeld

2

 

Zahlenland

3.

 

Rollenspiel/Musik

4

 

Körper

5.

 

Kunst & Musik

6

 

Sprache/ Bücher

7

 

Verkehrserziehung

8

 

Umwelt

10

 

Ausflüge/Straßen-verkehr/ Polizei/ Feuerwehr

12

 

Abschiedsparty

 

17. Ernährung

Gesund und fit bleiben mit vollwertigen Ernährung, d.h. alle Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlehydrate) Vitamine, Mineralstoffe werden in optimaler Menge mit den Lebensmitteln zugeführt, sinnvoll kombiniert und schonend zubereitet. Körperliche Entwicklung, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten werden entscheidend durch das beeinflusst, was man isst und trinkt. Eine Besonderheit im Kindesalter ist der durch Wachstum und Bewegungsdrang schnellere Stoffwechsel. Ein ideales Frühstück ist demnach eine Kombination aus Vollkornprodukten (Brot/ Müsli), frischem Obst und Milch. Ein ideales Mittagessen besteht aus Rohkost, am besten als Vorspeise, Gemüse, Kartoffeln, Getreide und evtl. Obst und Milchprodukte. 40gr Fleisch und eine Fischmahlzeit pro Woche. Fehlt es dem Hauptgericht an Milch- bzw. Eiweißzutaten sollte der Nachtisch aus Quark oder Joghurt bestehen.

Neben den Inhalten unserer Nahrung ist auch die Art der Nahrungsaufnahme sehr wichtig um die Nährstoffe verdauen zu können. Dafür ist es wichtig das Essen zu genießen, auch das müssen Kinder erst einmal lernen.

Dafür brauchen sie

  • Zeit zum Essen, rechtzeitiges Aufstehen
  • Zeit zum Kauen, erhöht das Sättigungsgefühl
  • Ruhige und entspannte Atmosphäre
  • Essen dekorieren –das Auge isst mit!
  • Erwachsene sollten Vorbild sein

Daher  verwenden wir  schon seit Jahren Vollkornprodukte, Biofleisch und frisches Obst und Gemüse für unsere Mahlzeiten. Unsere Köchin und unsere Hauswirtschaftsleitung bereiten das Mittagessen jeden Tag frisch zu, sodass die Vitamine und Mineralien nicht z.B. beim Aufwärmen zerstört werden.

Zum Trinken bieten wir Wasser und ungesüßten Tee an.

Besondere medizinische Notwendigkeiten,  z.B. bei Allergien, sowie  religiöse Bedürfnisse werden bei der Speiseplangestaltung berücksichtigt.

Wir schaffen in den Gruppen eine gemütliche Essensatmosphäre. Wir beginnen das Essen mit einem Gebet, und alle Kinder haben die Möglichkeit in Ruhe aufzuessen. Beim Frühstück ist es uns wichtig, dass alle Kinder bis spätestens um 9.00 Uhr da sind, damit der Tag in der Gruppe mit einem gemütlichen Frühstück beginnen kann.

Die Hauswirtschaftskräfte und zum Teil auch die Erzieherinnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen und Arbeitskreisen zum Thema gesunde Ernährung teil.

Jedes Jahr, wenn 20 bis 30 neue Kinder bei uns aufgenommen werden, müssen sich einige erst mal an unser Essen gewöhnen. Nach wenigen Monaten ist dieser Prozess aber meist abgeschlossen, und die Kinder essen wirklich gerne was auf den Kindergartentisch kommt. Diese Phase mit den Eltern zu begleiten ist uns wichtig. Zur Information liegen verschiedene Broschüren aus. Bei Bedarf bieten wir einen Themenelternabend an. Bei dem Aufnahmegespräch werden die Eltern gebeten, bei Geburtstagen und anderen Anlässen möglichst gesunde Naschereien mitzubringen.

Jeden Morgen wird der Speiseplan in Form von Fotos ausgehängt, sodass die Kinder selber sehen können, was auf dem Plan steht.

Die Zuständigkeit über den Einkauf, die Herstellung der Speisen, sowie die Einhaltung der Gesundheits- und Hygienebestimmungen liegt bei der Hauswirtschaftsleitung.

 

18. Elternarbeit

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit mit den  Kindern. Die sogenannten „ Tür und Angel“ - Gespräche machen dabei sicherlich einen Großteil der Zusammenarbeit aus.

Darüber hinaus gibt es bei uns eine Vielzahl von anderen Formen der Elternarbeit:

  • Aufnahmegespräche
  • Elternabende
  • Elterngespräche
  • Gesamtelternabende
  • Elternstammtische
  • Sitzungen der Elternvertreter im Kita Ausschuss
  • Sitzung der Elternvertreter im Kreiselternrat
  • Informationstafeln
  • Elternbriefe
  • Elternbefragungen
  • Zusammenarbeit bei Festen und Feiern

 

19. Öffentlichkeitsarbeit

Unser Logo und „Mit Gott groß werden“ sowie unser Beta Gütesiegel findet sich auf sämtlichen Veröffentlichungen und Briefen der Kindertagesstätte. Unser Flyer wurde von einer ehemaligen Kita-Mutter und Grafikerin gemeinsam mit uns erarbeitet. Die beste Werbung für uns ist allerdings nach wie vor die Mund zu Mund Propaganda. Über unsere zufriedenen Eltern haben wir größten Zulauf.   

Darüber hinaus nutzen wir aber auch folgende Möglichkeiten:

  • Internet www.kita.hamburg.de; www.eva-kita.de; Website der Kita und der Kirchengemeinde www.lutherkirche.net
  • Telefonbuch, Branchenbuch
  • Flyer/Faltblatt, Verteilung
  • Rundbriefe der KG
  • Schaukasten
  • Türschild mit Logo
  • Gemeindefeste und Familiengottesdienste, Aktionen zum Weltkindertag
  • Tag der „offenen Tür“
  • Plakate im Stadtteil, Ankündigungen zu Veranstaltungen
  • Stadtteilfest z.B. Altonale
  • Vernetzung mit Nachbareinrichtungen, Tagesmüttern, betreuten Spielplätzen, Familienbildungsstätten etc.
  • Mund zu Mund, guter Ruf
  • Ankündigungen in Wochenblättern etc.
  • Regionalfernsehen und Rundfunk
  • Kirchenvorstände als Multiplikatoren nutzen
  • Stellenanzeigen mit Logo

Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit außerhalb unseres Hauses ist die Leitung, deren Stellvertreter und der Träger.

Anfragen an die Mitarbeiter müssen  mit der Leitung vor der Veröffentlichung abgesprochen werden.

 

20. Vernetzung

Vernetzung in Kirchengemeinde und Gemeinwesen

Die Kindertagesstätte als ein Tor zur Gemeinde.

104 Kinder, ca. 200 Eltern und 30 Mitarbeiterinnen gehören zur Kindertagesstätte. Viele von ihnen sind auch in anderen Teilen der Gemeindearbeit eingebunden. Wir sind keine isolierte Einrichtung für Kinder, sondern  Teil einer großen Gemeinde.

  • Viele Kinder, die zu uns kommen, kennen die Gemeinde schon über die Kleinkindgruppen der Gemeinde.
  •  Angebote des Familienzentrums in der Lyserstraße unterstützen unsere Arbeit.
  • Die Eltern haben die Möglichkeit im wöchentlich stattfindenden Luthercafe, sich untereinander auszutauschen oder andere Gemeindemitglieder kennen zu lernen.
  • Die Kinder können in dieser Zeit an einem musikalischen Angebot unseres Organisten teilnehmen.
  • Im Kirchenvorstand sowie im Kindertagesheimausschuss sind Eltern unserer Kinder vertreten.
  • Einige Gottesdienste werden gemeinsam geplant und von Eltern und Kindern besucht.
  • An einem Sonntag im Monat gibt es einen Kindergottesdienst
  • Jedes Jahr wird ein großes Sommerfest von allen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern veranstaltet.
  • Monatlich gibt es einen Kindergottesdienst, der von den Pastoren und den Mitarbeitern der Kita gemeinsam veranstaltet wird
  • Wöchentlich findet eine Dienstbesprechung mit der Leitung der Kita und den Mitarbeitern der Gemeinde statt.
  • Die Veranstaltungen der Gemeinde und des Campus werden in der Kita mit Plakaten und Handzettel beworben.
  • Der Gemeindebrief liegt in der Kita aus und beinhaltet immer einen Artikel aus den Kindertagesstätten
  • Die Kinder der Kita singen bei Seniorenfeiern
  • Wöchentlich besuchen Kinder der Kita das Alten und Pflegeheim am Holstenkamp
  • Der Laternenumzug beginnt mit einer Andacht in der Kirche und endet in unserer Kita in der Lyserstraße mit einem Fest.

 

Anhang

 Kinderschutzkonzept der Kitas der Luthergemeinde

 

  1. Motivation

Durch gesetzliche Anforderungen, sowie durch Anforderungen unseres Qualitätsentwicklungssystems des evangelischen Gütesiegels haben wir 2010 begonnen ein Kinderschutzkonzeptfür unsere Einrichtung, sowie für den Kirchenkreis zu entwickeln. Ein Kinderschutzkonzept des Diakonischen Werkes Hamburg wird seit 2008 in unseren Kitas genutzt.

Unser Schutzkonzept setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Grundlage unseres Handelns istdas Schutzkonzept des Kirchenkreises sowie die Prozessbeschreibungen in unserem Qualitätshandbuch, sowie der Notfallkalender des Kita-Werkes Niendorf.

 

  1. Gesetzlichen Grundlagen 
  1. Bundeskinderschutzgesetz, SGB VIII
Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe - (Artikel 1 des Gesetzes v. 26. Juni 1990, BGBl. I S. 1163)
§ 8a Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einzuschätzen. Soweit der wirksame Schutz dieses Kindes oder dieses Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird, hat das Jugendamt die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder den Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung einzubeziehen und, sofern dies nach fachlicher Einschätzung erforderlich ist, sich dabei einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind und von seiner persönlichen Umgebung zu verschaffen. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Erziehungsberechtigten anzubieten.

(2) Hält das Jugendamt das Tätigwerden des Familiengerichts für erforderlich, so hat es das Gericht anzurufen; dies gilt auch, wenn die Erziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos mitzuwirken. Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen.

(3) Soweit zur Abwendung der Gefährdung das Tätigwerden anderer Leistungsträger, der Einrichtungen der Gesundheitshilfe oder der Polizei notwendig ist, hat das Jugendamt auf die Inanspruchnahme durch die Erziehungsberechtigten hinzuwirken. Ist ein sofortiges Tätigwerden erforderlich und wirken die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht mit, so schaltet das Jugendamt die anderen zur Abwendung der Gefährdung zuständigen Stellen selbst ein.

(4) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass

1.deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,

2.bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird sowie

3.die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche in die Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

In die Vereinbarung ist neben den Kriterien für die Qualifikation der beratend hinzuzuziehenden insoweit erfahrenen Fachkraft insbesondere die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte der Träger bei den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.

(5) Werden einem örtlichen Träger gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt, so sind dem für die Gewährung von Leistungen zuständigen örtlichen Träger die Daten mitzuteilen, deren Kenntnis zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a erforderlich ist. Die Mitteilung soll im Rahmen eines Gespräches zwischen den Fachkräften der beiden örtlichen Träger erfolgen, an dem die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche beteiligt werden sollen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz des körperlichen, geistigen und seelischen Wohls.

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes (BKiSchG) am 1. Januar 2012 sind Konzepte zum Schutz von Kindern in Kindertageseinrichtungen Bestandteil der Qualitätsentwicklung geworden.

 

1. Qualitäts-kriterium

 

In der Tageseinrichtung für Kinder ist beschrieben, wie Leitung und Mitarbeitende gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung aufgreifen und behandeln.

 

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

 

Konzeption

Handreichung des Paritätischen zum SGB VIII § 8 a

 

 

SGB VIII § 8 a

 

Hamburger Bildungsempfehlungen

 

 

Leitfaden/Ablaufplan bei Kindeswohlgefährdung

 

 

2. Qualitäts-kriterium

 

Die Vorgehensweise in den einzelnen Phasen ist mit dem jeweiligen Handlungsschritt und der entsprechenden Dokumentation in einem Leitfaden festgelegt.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

 

 

 

Leitfaden

Ablaufplan

3. Qualitäts-kriterium

 

Die „insoweit erfahrene Fachkraft“ ist den Mitarbeitenden bekannt.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

Hinweise aus ASD, Jugendamt

Telefonliste mit Beratungsstellen u.a.

 

SGB VIII § 8a

 

 

 

Protokoll DB od. Fortbildung

4. Qualitäts-kriterium

 

Der Datenschutz ist gewährleistet. Im Zweifel jedoch geht der Kinderschutz vor Datenschutz

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

Abschließbare Schränke

Geeignete Räume

SGB VIII § 8a

Datenschutzgesetz

 

 

Dokumentation des Verdachtsfalls

5. Qualitäts-kriterium

 

Die landesrechtlichen Vorgaben sind umgesetzt.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

S.-H. Bildungsleitlinien

Hamburger Bildungsempfehlungen

 

 

SGB VIII § 8a

 

 

 

           

 

K 2.12 Kinderschutz - Ergänzung

Umgang mit Grenzverletzungen, Übergriffen und sexueller Gewalt durch haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeitende

 

1. Qualitäts-kriterium

 

In der Konzeption ist ein Hinweis auf den Umgang mit Grenzverletzungen, Übergriffen und sexueller Gewalt benannt.

 

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweis

Träger

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

Muster-Leitbild, Muster-Konzeption

Leitfragen der BASFI zur Erstellung von Schutzkonzepten

BKiSchG

SGB VIII § 45, 79a

Leitbild

Konzeption

 

 

 

 

2. Qualitäts-kriterium

 

In der Personalgewinnung und Personalentwicklung werden Verfahren berücksichtigt, die den Schutz der Kinder vor Grenzverletzungen, Übergriffen und sexueller Gewalt gewährleisten.

 

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweis

Träger

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

 

 

 

Ablaufplan Einstellung

Erweitertes Führungszeugnis

Muster Selbstverpflichtung

Supervision

Fortbildungen

Arbeitsvertrag

Stellenbeschreibung

SGB VIII § 72 a

 

BZRG § 30 a

 

Verwaltungsvorschrift NEK vom 01.09.2011

 

Erweitertes Führungszeugnis

Selbstverpflichtung

Stellenbeschreibung

Arbeitsvertrag

Ablaufverfahren Personal-gewinnung

 

 

3. Qualitäts-kriterium

 

Es findet regelmäßig (Team-, Fall-, Einzel-) Supervision, Intervision, kollegiale Beratung oder andere geeignete Maßnahmen zur Reflexion des pädagogischen Handelns statt. 

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweis

Träger

Leitung

Pädg. Fachkräfte

Handreichung

„Wir handeln verantwortlich...“

Handreichung: „Sensibilisierung im Umgang mit Grenzverletzungen bei sexueller Gewalt“

 

Protokolle

Vertrag

Abrechnungen

 

 

 

4. Qualitäts-kriterium

 

Das Verfahren des Beschwerdemanagements ist allen Beteiligten (Eltern und Mitarbeitenden) bekannt.

 

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweis

Träger

Leitung

Pädg. Fachkräfte

Handreichung Beschwerdemanagement

 

 

UN-Konvention

 

Schulung Beschwerdemanagement

 

Dokumentation des Verdachtsfalls

 

5. Qualitäts-kriterium

 

Beteiligungsformen sind beschrieben und werden eingesetzt.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nach

Träger

Leitung

Pädg. Fachkräfte

„Wir handeln verantwortlich“

Kinderstube der Demokratie

 

 

Protokolle

 

6. Qualitäts-kriterium

 

Das Team wird jährlich zum Handlungskonzept Sicherung des Kindeswohl und Schutzkonzept gegen Übergriffe geschult.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nach

Träger

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

„Handlungskonzept zur Sicherung des Wohls der Kinder in Kindertageseinrichtungen“

 

„Wir handeln verantwortlich“

 

 

Protokolle

 

K 2.9 Partizipation der Kinder - Qualitätskriterien

1. Qualitäts-kriterium

 

Bei der Planung und Gestaltung des pädagogischen Alltags sowie der Räumlichkeiten ist die entwicklungsspezifische Partizipation der Kinder berücksichtigt.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

 

 

 

Leitbild

Konzeption

Literatur-empfehlungen

 

KJHG § 8

 

Hamburger Bildungsempfehlung

 

KiTaG

 

Protokolle

Dokumentation (Bilder)

Projektplanung mit Kindern

Versammlungsstruktur der Kinder Satzung Kinderparlament

Ideen der Kinder dokumentieren

Essenpläne

 

2. Qualitäts-kriterium

 

Die pädagogischen Fachkräfte entwickeln gemeinsam mit den Kindern Regelungen für das Zusammenleben in der Gruppe.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

 

 

 

 

 

sichtbar machen der Regeln

Aushang

Kindgerechte Darstellung

Bildhafte Gestaltung/Symbole

Lärmampel

 

KJHG § 8

 

Hamburger Bildungsempfehlung

 

KiTaG

 

DB Protokoll

Aushang (kindgerecht)

 

3. Qualitäts-kriterium

 

In regelmäßigen Abständen finden Kinderkonferenzen und -vollversammlungen oder andere Formen der  Beteiligung der Kinder und Vertretung ihrer Interessen statt. Auf diese Weise wird  demokratisches Verhalten  und Zusammenleben im Alltag der Tageseinrichtung für Kinder gelebt und gefördert.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

 

 

 

  • Literaturliste
  • Stuhlkreis
  • Morgenkreis,
  • Vollversammlung
  • Kinderparlament

KJHG § 8

 

Hamburger Bildungsempfehlung

 

KiTaG

 

 

DB Protokoll

Satzung Kinderparlament

4. Qualitäts-kriterium

 

Die bestehenden Formen der Partizipation werden regelmäßig darauf hin überprüft, ob sie das Demokratieverständnis der Kinder fördern. Sie werden bei Bedarf weiterentwickelt.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

 

 

 

Literaturliste

Stuhlkreis

Morgenkreis,

Vollversammlung

Kinderparlament

 

KJHG § 8

 

Hamburger Bildungsempfehlung

 

KiTaG

 

DB Protokoll

 

Satzung Kinderparlament

 

 

F 3.5 Umgang mit Beschwerden - Qualitätskriterien

1. Qualitäts-kriterium

 

Die Mitarbeitenden sind für den Umgang mit Beschwerden geschult.

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

 

Fortbildung

Teamschulung

Studientage

Rücksprache mit der Leitung

 

Nachweis Fortbildung

Dokumentation Studientage

 

 

2. Qualitäts-kriterium

 

Die Regelung zum Umgang mit Beschwerden beinhaltet mindestens folgende Kriterien:

  • Beschreibung der Möglichkeiten, Beschwerden in der Tageseinrichtung vorzutragen
  • Bewertung und bei Bedarf Erfassung, Behebung und Bearbeitung von Beschwerden
  • Analyse der Beschwerdeursachen
  • Entwicklung und Bewertung geeigneter Maßnahmen zur Behebung der Beschwerdeursache sowie zur Ableitung und Umsetzung von Korrekturmaßnahmen.

 

Verantwortung

Hilfsmittel

gefordert durch

Nachweismöglichkeiten

Leitung

Pädg. Fachkräfte

 

 

Ablaufdiagramm zur Annahme und Bearbeitung von Beschwerden

Annahmebogen für Beschwerden

Vordrucke

 

 

Ablaufplan Beschwerden

Protokolle Beschwerdeverfahren/ der Bearbeitung

 

 

  1. Prozess zur Entwicklung des Konzeptes

Seit Anfang 2008 wurde in unseren Kitas das Kinderschutzkonzept des Diakonischen Werkes umgesetzt und auch danach geschult. Das Konzept wurde in verschiedenen Arbeitseinheiten weiterentwickelt. Vor allem in den Qualitätszirkel zum Handbuch und der Implementierung der QM-Systems seit 2010 sindverschiedenen Teile erarbeitet und erlernt worden. Die Kinderschutzbeauftragte des Bezirkes Altona haben wir zum Kennenlernen zu einer Dienstbesprechung eingeladen. Im Jahr 2013 und 2017 haben wir mit Unterstützung des Vereins Dunkelziffer ein Studientag zum Thema Sexualpädagogikdurchgeführt.Seit Oktober 2014 werden alle Mitarbeiter in dem neuen Kinderschutzkonzept des Kirchenkreises Hamburg West- Südholstein geschult.

Im Mai 2016 haben alle Mitarbeiter der Kitas des Kooperationsverbundes eine eintägige Schulung zum Thema Partizipation, im Rahmen der jährlichen Kinderschutzschulungen, absolviert. Im Nachgang sollen im Team Neuerungen zur Partizipation für unsere Kitas erarbeitet werden.

 

  1. Wo kann eine Gefährdung der Kinder stattfinden?
  • Gefährdung außerhalb der Kita
  • Gefährdung innerhalb der Kita
  • Gefährdung der Kinder untereinander
  • Unserer Arbeit liegt der Leitfaden des Kirchenkreises Hamburg West/SH zu Grunde
  • Unter Vernachlässigung versteht man die anhaltende oder wiederholte Unterlassung fürsorglichen Handelns der sorgeverantwortlichen Personen (Eltern oder andere Betreuungspersonen). Vernachlässigung kann auf erzieherischer oder körperlicher Ebene erfolgen, z. B. fehlende erzieherische Einflussnahme bei unregelmäßigem Schulbesuch oder unzureichende Pflege und Versorgung des Kindes z. B. mit Nahrung, sauberer Kleidung oder Hygiene.
  • Zu körperlicher Misshandlung zählen Handlungen der Eltern oder anderer Betreuungspersonen, die durch Anwendung von körperlichem Zwang oder Gewalt vorhersehbar erhebliche physische oder seelische Beeinträchtigungen des jungen Menschen und seiner Entwicklung zur Folge haben können.
  • Psychische Misshandlung umfasst feindselige, abweisende oder ignorierende Verhaltensweisen der Eltern oder anderer Bezugspersonen sofern sie fester Bestandteil der Erziehung sind. Dazu gehört z. B. die feindselige Ablehnung des Kindes, das Anhalten/Zwingen des Kindes zu strafbarem Verhalten, das Isolieren des Kindes vor sozialen Kontakten oder das Verweigern von emotionaler Zuwendung. Eine weitere Fallgruppe der psychischen Misshandlung sind Minderjährige, die wiederholt massive Formen der Partnergewalt in der Familie erleben oder eine gezielte Entfremdung von einem Elternteil erfahren.
  • Unter sexuelle Gewalt fallen Straftaten gegenüber Kindern und Jugendlichen, die gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verstoßen und damit negative Auswirkungen auf die Entwicklungsverläufe des/der Minderjährigen zur Folge haben können. Strafbar sind alle sexuellen Handlungen, die an oder vor einem Kind/Jugendlichen vorgenommen werden, unabhängig vom Verhalten oder einer eventuell aktiven Beteiligung des jungen Menschen.

 

  1. Einrichtungsspezifische Regelungen

Abläufe

Ziele:

Den pädagogischen Fachkräften sind die gesetzlichen Bestimmungen bekannt und sie achten auf deren Einhaltung.

Sie halten kontinuierlich Kontakt zu den Familien und kennen die Lebenssituation jedes einzelnen Kindes.

Sie sprechen mögliche Fehlentwicklungen an, die das Kindeswohl beeinträchtigen könnten, und schlagen den Eltern geeignete Beratungsangebote vor, die beim Erkennen und Lösen von Problemen helfen können.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Familien gewährleistet ein unbürokratisches und schnelles Handeln zum Wohl des Kindes.

Maßnahmen:

  • Jede Kollegin hat eine Selbstverpflichtung unterschrieben.( „Wir handeln verantwortlich“  Handreichung VEK). Diese wird regelmäßig in den DBs besprochen
  • An einer  positiven Fehlerkultur wird kontinuierlich gearbeitet
  • Mitarbeiter der Kita dürfen nicht im Privatbereich der Familien arbeiten.
  • Elternabende zum Thema kindliche Sexualität werden angeboten
  • Das Beschwerdemanagement wird mindestens einmal jährlich überarbeitet.
  • Alle Kolleginnen nehmen jährlich an Fortbildungen zum Thema Kinderschutz teil
  • Alle Kolleginnen sind zum Handlungskonzept des Kirchenkreises geschult